{"id":116,"date":"2008-12-28T02:51:38","date_gmt":"2008-12-28T01:51:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lutzz.ch\/?p=116"},"modified":"2008-12-28T02:51:38","modified_gmt":"2008-12-28T01:51:38","slug":"der-tag-nach-dem-nachmittag-danach-das-blinddate-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lutzz.ch\/?p=116","title":{"rendered":"Der Tag nach dem Nachmittag danach (Das Blinddate II)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.lutzz.ch\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/date_ii.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-238\" title=\"date_ii\" src=\"http:\/\/www.lutzz.ch\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/date_ii-250x200.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"160\" \/><\/a>Montag. Auch dieser Tag findet seinen Anfang erst wieder im Nachmittag, da ich ja keiner ordentlichen Arbeit nachgehe. Schliesslich kann ich es mir leisten, von meiner T\u00e4tigkeit als Rapper zu leben, wenn auch nur sehr schlecht.<\/p>\n<p>Nach einigen chilligen Stunden vor Fernseher und PC, ist es dann auch schon bald Abend, Zeit, den vereinbarten Termin mit der geheimnisvollen Unbekannten von vorgestern anzutreten. Dazu will man nat\u00fcrlich in passender Stimmung sein, um auf eine allf\u00e4llige Entt\u00e4uschung richtig, bzw. mit Gleichg\u00fcltigkeit reagieren zu k\u00f6nnen. Konkret heisst dies, die Zeit, die der Weg von zu Hause bis Bahnhof in Anspruch nimmt, dient dem Konsumieren einer Haschischzigarette, was die f\u00fcr den Abend hilfreiche Lockerheit herbeif\u00fchrt. Der Bahnhofskiosk dann, stellt die vier Halbliterdosen Bier zur Verf\u00fcgung, welche f\u00fcr die eben erw\u00e4hnte Gleichg\u00fcltigkeit sorgen.<\/p>\n<p>Ich platziere mich mit meinen vier Bierdosen in einem Zweitklassabteil eines in Richtung Innerschweiz fahren werdenden Zuges. Der von mir betretene Wagon ist nur m\u00e4ssig mit Passagieren gef\u00fcllt, was mir das in Anspruch nehmen eines 4er Abteils f\u00fcr mich alleine erm\u00f6glicht, ohne dabei im rechts gegen\u00fcberliegenden Abteil jemanden sitzen zu haben. Voll easy.<\/p>\n<p>Vier Bierdosen und 40 Minuten sp\u00e4ter (ich habe also durchschnittlich 10 Minuten f\u00fcr einen halben Liter Bier gebraucht) erreiche ich den Zielbahnhof. Ganz leicht angespannt gehe ich den Weg zur von mir vorgeschlagenen Bar, auf welche wir uns als Treffpunkt geeinigt haben: ein mittelgrossfl\u00e4chiger Ort, wo die Lichter nur gedimmt auf die dunklen Holztische und den schwarzen Kunststoffboden scheinen, die Pop-, Rap-, Rockmusik nicht zu laut und nicht zu leise aus den Boxen kommt, die meist in angenehmer Zahl vorhandenen G\u00e4ste im Schnitt um die 25 Jahre alt sind, und das Rauchen noch uneingeschr\u00e4nkt erlaubt ist (unter anderem daf\u00fcr sch\u00e4tze ich den Kanton, in dem sich diese Stadt befindet, und werde dies ab 1. Januar wohl noch intensiver tun).<\/p>\n<p>Nach 15 Gehminuten erreiche ich die Bar, die ich sogleich betrete, um am Tresen eine Stange zu bestellen, mit aufmerksamen Blick, um die anwesenden Damen zu mustern, mich fragend, welche von ihnen denn mein (frei \u00fcbersetzt) blindes Datum sein k\u00f6nnte. Vielleicht die dunkelhalbkurzhaarige h\u00fcbschgesichtige sch\u00f6nfigurierte attraktivgekleidete (schwarzes Top, enge Jeans, weisse Sneakers) am anderen Ende des Tresens? Der Versuch, Blickkontakt herzustellen bleibt erfolglos, sie erkennt mich also nicht. Schade.<\/p>\n<p>Dasselbe Vorgehen bringt auch bei der grossbusigen, ein mit grossz\u00fcgigem Ausschnitt versehenes Oberteil tragenden Blondine am Tisch hinten links keine Reaktion hervor. Wiederum schade.<\/p>\n<p>Einen vorerst letzten Versuch widme ich der dunkelbraunhaarigen h\u00fcbschen Dame am Tisch vorne rechts, im enganliegenden grauen Teeshirt, welches die Konturen ihrer von mir als eine 100-cm-Umfang eingesch\u00e4tzten Oberweite recht genau erkennen l\u00e4sst. \u201eNice!\u201c, denke ich mir, ohne damit die s\u00fcdfranz\u00f6sische Hafenstadt zu meinen. Und diesmal werden meine Blicke erfreulicherweise auch erwidert, f\u00fcr einen jeweils mehrsek\u00fcndigen Moment lang. Demnach muss sie das also sein.<\/p>\n<p>Stolz l\u00e4chelnd, denn sie sieht echt nicht schlecht aus, begebe ich mich zu ihrem Tisch r\u00fcber, das \u201ehey ciao\u201c schon auf den Lippen. Gerade als ich einen Atemzug inhaliere, um diesen zusammen mit den Grussworten wieder auszuatmen, spricht mich jemand von der Seite an: \u201eLutzz?\u201c, werde ich gefragt, \u00fcberrascht versuche ich die mir nicht bekannte Dame einzuordnen: Wo habe ich diese altmodischen roten Wanderstiefel, die violetten weiten Samttrainerhosen (oder vielleicht auch Pyjamaunterteil), das grasgr\u00fcne Teeshirt mit Loch im linken \u00c4rmel, die \u00fcberlange Muschelkette, den Talibanschal, das ungeschminkte, doch nicht ganz unsch\u00f6ne Gesicht, die minim zerzausten, dunkelblonden Haare und das orangegelbe Haarband denn schon mal gesehen? \u201eEtz k\u00f6nnsch mech scho n\u00f6mme?\u201c, lautet die zweite Frage und Antwort auf meine verduzte Reaktion.<\/p>\n<p>Fortsetzung folgt.<\/p>\n<p class=\"post-title\">\n<p class=\"post-title\"><a href=\"http:\/\/www.lutzz.ch\/?p=115\">=&gt; Der Nachmittag danach (Das Blinddate I)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag. Auch dieser Tag findet seinen Anfang erst wieder im Nachmittag, da ich ja keiner ordentlichen Arbeit nachgehe. Schliesslich kann ich es mir leisten, von meiner T\u00e4tigkeit als Rapper zu leben, wenn auch nur sehr schlecht. Nach einigen chilligen Stunden &hellip; <a href=\"https:\/\/www.lutzz.ch\/?p=116\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-116","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blog"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lutzz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lutzz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lutzz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lutzz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lutzz.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=116"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.lutzz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":246,"href":"https:\/\/www.lutzz.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116\/revisions\/246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lutzz.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lutzz.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lutzz.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}