Mit meiner Neuinterpretation des bekannten Max-Herre-Hits aus dem Jahr 1997 beabsichtigte ich, diesem recht naiven 90er-Jahre-Lovesong einen zeitgemässen, etwas emanzipierteren Anstrich zu verpassen, was mir zweifelsohne gelungen ist.
Ohne grosse Schwierigkeit liess sich der Refrain in etwas libidinösere, schweizerdeutsche Zeilen umformulieren, wobei die Phonetik der Worte nicht einmal gross verändert werden musste. Der Inhalt der beiden Verse ist inspiriert von einer wahren Begebenheit aus meiner Zeit als junger, aufrichtiger Schweizer Soldat, worauf ich folgend rasch eingehe.
Ab Frühsommer 2007 war ich als Büroordonnanz der Militärpolizei in Bern stationiert. Meine Position war mit vielen Privilegien verbunden. U.a. hatte sie den Vorteil, nach 17 Uhr in der Regel nicht mehr zur Verfügung stehen zu müssen, womit der Abend nach eigenem Gutdünken genutzt werden konnte, bspw. auch für Ausgang.
Wochen zuvor hatte ich nach längerer Zeit wieder einmal eine Damenbekanntschaft aus Luzern kontaktiert. Dabei stellte sich heraus, dass diese mittlerweile als Serviceangestellte in einem Interlakner Hotel tätig war, was mir als zu dieser Zeit in Bern wohnhafte Person ziemlich entgegenkam.
Eines Feierabends nutzte ich diesen Umstand, und begab mich im Beisein zweier Halbliterdosen Bier in einen ins Berner Oberland führenden Zug, verbachte einige Stunden mit besagter Bekanntschaft (die in Wirklichkeit nicht Anna heisst) in diversen, vor allem von Amerikanern gut besuchten Bars, bevor wir schliesslich ihre Einzimmerwohnung (welche übrigens auch im «Intro III» kurz erwähnt wird) aufsuchten.
Was folgte, kann man sich denken, wer die Musik kennt, weiss eh Bescheid.
Die Basis für einen weiteren Megahit war also vorhanden. Vier Jahre später wurde sie erfolgreich verwertet. Irgendwann wird dann auch noch ein Video dazu erscheinen, je nach Motivation früher oder später.
Was man vielleicht nicht wusste, und vermutlich auch gar nicht wissen möchte, ich aber trotzdem gerne rasch erläutere, ist folgende Hintergrundgeschichte zu meinem viel geschätzten Lied Fickroboter 3000.
Wie bei mir in praktisch jedem Fall, existierte zuerst das Instrumental, danach der Text dazu. Die Komposition entstand irgendwann in der ersten Hälfte des Jahres 2011, während einer der berüchtigten Sessions im sog. «Fritzl-Keller», dem zu einem Musikstudio umfunktionierten Luftschutzkeller eines Urnäscher Wohnhauses, welches einigen auch als «Höhlenversteck» Jimmy Jokers bekannt sein dürfte.
Ich produzierte in jener Nacht diverse Beats mithilfe von MIDI-Keyboard und Drummachine, worüber ich selbst in meinen Einrichtungen nicht verfüge. Die Möglichkeit, mit genannten Geräten einfach mal live draufloszuspielen, und insbesondere, dabei mehrere Töne gleichzeitig erklingen zu lassen (was bei der Variante, Töne mühsam einzeln reinzuklicken nicht möglich ist) erlaubt es, intuitivere, jeweils recht spannend klingende Melodien zu erzeugen, falls es wen interessiert.
Auch bei der Benennung der erzeugten Beats gehe ich jeweilen anders vor, als zuhause, wo ich neuen Kreationen einfach eine Nummer zuteile. Bei im «Fritzl-Keller» entstandenen Stücken vergebe ich Titel in Form richtiger Wörter. Die Erzeugnisse heissen dann bspw. Der Dreck, LaserPenis, Moesenfeuchte, Tittografie, oder eben auch Fickroboter 3000. Es handelte sich beim Namen meines aktuellen Hits also zunächst um eine Art Arbeitstitel. Da mir dieser aber derart gut gefiel, überlegte ich mir kurzerhand eine grobe Story, die sich dahinter verbergen könnte, formulierte diese Idee in drei Versen aus, und fertig war der Megahit.
Ein anderes in dieser Nacht entstandenes Instrumental, das zum Roboter-Beat bezüglich Klang recht konträr wirkte (rockig-massiv, im Gegensatz zum lüpfig-lockeren, futuristisch anmutenden Roboter), hiess dann logischerweise Bumsmaschine handbetrieben.
Gegen 12 Uhr 30 machte sich eine nicht unbeträchtliche Portion Hoffnung bemerkbar, der Besuch der universitären Mensa könnte sich heute ausnahmsweise lohnen. Im Normalfall tut er das kaum, denn das dort servierte Essen (wenn man es so nennen will) lässt so ziemlich jeden Wunsch offen, den man an eine Mahlzeit haben kann, bis auf jenen eines tiefen Preises.
Doch heute Mittag hätte sich beinahe ein all die geschmack- und fantasielosen Gerichte in Vergessenheit geraten lassendes Ereignis zugetragen. Ich sass so nichts ahnend alleine an einem acht Personen Platz bietenden Tisch, von welchem aus ich Sicht auf die Mensa-Kasse hatte, als mein Blick plötzlich von einem äusserst bemerkenswerten Paar Brüste angezogen wurde, dessen Besitzerin, gerade bezahlt habend, neben der Kasse weilte, währenddem sie sich die Sitzoptionen vor Augen führte, welche die vorhanden Tische noch boten.
Es wäre nicht einmal nötig gewesen (obwohl natürlich wünschenswert), dass sich die Dame zu mir an den Tisch gesetzt hätte. Der von ihr gewählte, zwei bis drei Reihen vor mir stehende Essplatz wäre durchaus noch in einer Entfernung gewesen, die einige erfreuliche Blicke erlaubt hätte. Tragischerweise zog sie es jedoch vor, sich so hinzusetzen, dass ich nur noch Hinterkopf und Rücken betrachten konnte.
Wie schade das war, wird klar, wenn ich noch kurz etwas näher auf die beiden sekundären Geschlechtsmerkmale eingehe. Gross, schätzungsweise D oder E. Dennoch war der Rest ihres Körpers nicht sonderlich fetthaltig, was nahelegen könnte, dass es sich bei besagten Hupen um das Werk eines plastischen Chirurgen handelt. Ein Ausschnitt von grösserem Ausmass ermöglichte eine faszinierende Ansicht. Derart faszinierend, dass ich zugegebenermassen auf ein Wiedersehen hoffe. Eines, das eventuell etwas erfreulicher ausfällt.
Ich hielt es für eine lässige Idee, die auf meinem MacBook Pro vorhandene Sounddatei, die der iCal-Kalender jeweils abspielt, wenn eine Terminerinnerung auf dem Schirm erscheint, mit einem Sound meiner eigenen Wahl zu ersetzen. Dabei entschied ich mich für den Ausschnitt “So gail!” aus dem Youtube-Video von Synchronsprecher Beat S. Eine belustigende Wirkung konnte auch stets festgestellt werden, zumindest, bis mich mein MacBook dann auch im Vorlesungssaal an einen Termin erinnerte, bevor ich auf die Idee kam, den Lautsprecher stummzuschalten.
Wer sich R3 anständigerweise gekauft oder auch weniger anständigerweise vom Kollegen brennen lassen hat, kennt wohl meine Zukunftsvision des Fickroboters 3000, welcher gewissen Verpflichtungen, die eine feste Beziehung so mit sich bringt, nachkommt, sollte man selbst nicht in der Lage dazu sein, weil man sich gerade auf Konzerttournee befindet, zum Beispiel.
Einem Schweizer Qualitätspresseerzeugnis war kürzlich zu entnehmen, dass neuseeländischen Futurologen eine ganz ähnliche Idee vorschwebt: die Fickroboterin 2050.
Für meine Version bin ich übrigens immer noch auf der Suche nach Investoren. Wer sein Geld also lukrativ anlegen will, darf sich gerne melden.
Aus der Plattensammlung von März-Gast ESIK: Los Suissos, “Yo Grüezi Wohl”, 1990.
Entgegen unserer Annahme in der Sendung, das Ganze sei nicht “eingeschlagen wie eine Bombe”, hielt sich dieses Lied 13 Wochen in den Schweizer Top 20.
R3 hat es wiederum in die Medien geschafft, und dieses Mal ist die Rede nicht von meiner eigenen Sendung (selber Sender zwar)! Die beiden Teilzeit-Globis Sigge und Paschi waren sich nicht zu schade, in ihrer Sendung Siggeness in Paschistan auf mein Werk einzugehen, und trauten sich gar, etwas Kritik am sonst ausschliesslich in höchsten Tönen gelobten Mixtape zu äussern. Hier kann man sich den entsprechenden Ausschnitt aus der Sendung vom 1. April reinhauen. Dies sollte man auch tun.
Leider musste die umstrittene, doch grundsätzlich ziemlich geschätzte Schwubb Schwabeli Schwabb EP leicht zensiert werden, aufgrund von Einwänden eines Beteiligten. Dieser habe kürzlich festgestellt, dass “Gwalt” eben doch nicht zwingend zum Sex “ghört”. Es ginge auch gut mit zarteren Hieben, welche knapp nicht als Gewalt gelten. Das Entfernen von weiteren Freestyles wurde ähnlich begründet.
Als Gegner jedweder Zensur, der ich eigentlich bin, möchte ich alle Fans aufrichtig um Verzeihung bitten. Zur Wiedergutmachung biete ich an, mein geplantes, baldiges Karriereende nochmals zu überdenken.
Was als Scherz begann, wurde zur Drohung, welche nun zu bitterem Ernst wird. Leider sehe ich mich nun, nach acht Jahren leidenschaftlicher Hingabe an Hiphop, doch gezwungen, das Genre zu wechseln. Mit dieser Rapmusik, speziell in jener anspruchsvollen Form, in der ich sie betreibe, lässt sich in absehbarer Zeit weder Reichtum noch Ruhm erlangen. Der Grossteil der Schweizer Musikkonsumenten scheint schlicht nicht fähig zu sein, den Wert meines Schaffens zu erkennen, und kommt somit leider selten auf die Idee, mich dafür zu entgelten. Auch was Groupies angeht, blieb der Erfolg, entgegen allgemeiner Annahme, bis heute bescheiden.
Daher wird der Auftritt am 12.05.2012 mein letzter Gig, die dort womöglich präsentierte EP mein letztes Werk als Rapper sein. Danach werde ich mich vollends zum Schlagersänger wandeln, und werde dabei den bereits lancierten Künstlernamen Armando Sensual verwenden. Die erste Single wird Magdalena heissen, und wird im Herbst erscheinen.
Vom Wechsel ins Genre des Schlagers verspreche ich mir u.a. Folgendes:
Zahlreichere und reifere Groupies (evt. MILFs)
Vergrösserung des potenziellen Marktes durch Verwendung von Hochdeutsch
Besserer Vorwand, um nach Zuhälter aussehende Kleidung zu tragen
Florian Silbereisen einmal persönlich kennenlernen
Florian Silbereisens Frau einmal persönlich kennenlernen
Mehr SUISA-Einnahmen aufgrund des höheren Alters der Fans, die Musik noch kaufen müssen, da “Download” und “PC” für sie meist Fremdwörter sind
Bei all den wenigen treuen Fans, die sich trotz harscher Kritik ihrer Eltern und Freundinnen stets als bekennende Anhänger meiner Musik bezeichnet haben, möchte ich mich herzlichst bedanken und entschuldigen. Auch ich muss irgendwann, am besten bald, von meiner Musik leben können, da ich nicht über viele andere verwertbare Fähigkeiten verfüge. Mit Mundart-Rap ist mir dies auch nach einer knappen Dekade mühevoller Arbeit nicht gelungen. Es hat Spass gemacht, Rapper zu sein. Doch nun muss eine seriöse Geldquelle erschlossen werden.
Ich danke für Euer Verständnis und hoffe, der ein oder andere findet auch an meinem neuen Musikstil Gefallen.
Nach der frohen Botschaft vom Donnerstag dürfte manch einem ein recht grosser Stein vom Herzen gefallen sein, um nicht zu sagen, ein Felsbrocken gigantischen Ausmasses. Bereits kann ich weitere Einzelheiten zum geplanten Auftritt preisgeben, in dessen Rahmen ein brandneues Projekt vorgestellt werden soll, sollte dieses bis zum genannten Zeitpunkt fertiggestellt sein, was, wie treue Fans wissen, nicht zwingend der Fall sein muss. Doch stets hoffen wir selbstverständlich das Beste.
Nebst dem Spielen völlig neuer Songs wird natürlich auch Platz sein für beliebte Klassiker, ältere wie neuere. Hierzu kann man gerne Wünsche anbringen.
Ebenfalls der Fangemeinde, und zwar der weiblichen, will ich folgende Entscheidung überlassen: Welche Intimfrisur soll ich am Abend des 12.5. sporten? Ich bin gespannt auf Eure Vorschläge!